Test des Elgato Gaming Stream Deck

Durch Media Markt bzw. deren neues Gaming-Portal GameZ.de habe ich die Möglichkeit bekommen das neue Stream Deck von Elgato zu testen. Das Stream Deck bietet einem 15 individuell konfigurierbare Tasten, die mit Makro-Tasten auf Tastaturen vergleichbar sind. Die Besonderheit: Die Buttons haben alle ein kleines LCD-Display und können so auch individuell gestaltet werden.

Grundausstattung

Gut geschützt, wenig zu entdecken

Kommen wir zunächst zu der Verpackung. Diese hat ca. die Größe einer DVD-Box und besteht aus Pappe. Öffnet man den Karton, so gibt es nicht viel zu entdecken. Neben dem Stream Deck, einem Ständer und einer kleinen Anleitung findet man darin nur die üblichen Garantiehinweise. Das Gerät ist sicher in Schaumstoff gepolstert.

Solide Verarbeitung

Skeptisch war ich vor allem bei der Verarbeitung des Stream Decks. Für den Preis von rund 150,00 € hätte mich ein Gehäuse aus Plastik wirklich enttäuscht. Entgegen meiner Befürchtungen ist es allerdings wirklich gut verarbeitet und bietet ein Metallgehäuse. Damit kommt es sehr wertig rüber. Die Oberfläche der LCD-Tasten ist aus einem etwas festerem Gummi. Die Oberfläche ist relativ glatt und bietet ein gutes Feedback beim Drücken. Ärgerlich dagegen ist das relativ kurze USB-Kabel. Zwar habe ich das Stream Deck bei mir an die Tastatur angeschlossen, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass das Kabel auch lang genug ist, um einen etwas weiter entfernten PC zu erreichen.

Aufgestelltes Stream Deck mit Ständer

Standfestigkeit

Nicht ganz so wertig: Der Kunststoff-Ständer

Der Ständer besteht aus Kunststoff und wirkt nicht so hochwertig wie das Stream Deck selbst. Leider liegt das Stream Deck nur auf dem Ständer auf und kann nicht fixiert werden. So kann es schon einmal vorkommen, dass das Deck in einem hektischem Moment herunterrutscht. Für eine bessere Lesbarkeit der Displays kann der Ständer in verschiedenen Winkeln eingestellt werden. Aber auch eine Nutzung ohne den Ständer ist möglich.

Individualisierung des Decks

Der Handhabung der Software gestaltet sich sehr einfach, sobald man das Drag-and-Drop System verstanden hat. So lassen sich Aktionen kinderleicht auf das Tasten des Stream Deck legen und entfernen – ähnlich der Apps auf Smartphones. Darüber hinaus kann man auch Ordner anlegen indem man zwei Symbole kurz übereinander hält. Durch die Ordner behält man die Übersicht und kann viele verschiedene Layouts konfigurieren. Außerdem kann man jedes Symbol, ganz gleich ob Makro, Anwendung oder Ordner mit individuellen Grafiken belegen (72×72 Pixel). Dies vereinfacht die Bedienung und dient gleichzeitig als Blickfang auf dem Schreibtisch. Optional lässt sich zudem ein Text einblenden, dessen Position zwischen oben, mittig und unten variiert werden kann.

Hoffen auf die Zukunft

Die Möglichkeiten des Stream Decks sind derzeit allerdings noch sehr begrenzt. Die meisten Anwendungsgebiete scheint es derzeit mit der hauseigenen Aufnahmesoftware von Elgato zu geben. Anwendungen wie OBS (Open Broadcast Software) bietet die Software derzeit nur rudimentäre Einstellungsmöglichkeiten. So fehlt mir persönlich eine feste Stream Deck Quelle, die auch szenenübergreifend Medien wie MP3s oder Clips abspielt. Der Szenenwechsel funktioniert allerdings einwandfrei und hilft einem immer den Überblick zu haben. Lobend muss auch erwähnt werden, dass das Plugin für OBS vollkommen automatisch installiert wird und keine weiteren Arbeiten nötig sind. Elgato hat bereits mehrere Updates zur Verfügung gestellt und scheint wirklich kontinuierlich die Software auszubauen. Das macht Hoffnung, dass sich die Anwendungsgebiete noch deutlich vergrößern. Wirkliche Veränderungen im Optionsumfang konnte ich dagegen bisher noch nicht feststellen.

Kontrastreiche Farben der kleinen LCD-Displays

Fazit

Kommen wir zur abschließenden Frage: Ist das Stream Deck seine rund 150 Euro wert? Derzeit nur bedingt. Zwar überzeugt die Verarbeitung und es ist das einzige Gerät seiner Art auf dem Markt, jedoch hatte ich mir mehr Aktionsmöglichkeiten gewünscht. So ist es derzeit ein etwas besseres Makro-Tool. Allerdings bin ich guter Dinge, dass der Funktionsumfang noch steigt und sich so das Stream Deck verbessert.

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